Alt 16.12.21, 16:19
Standard DAX halbiert Tagesgewinn – Geldpolitischer Flickenteppich verunsichert
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Die weltweite geldpolitische Landschaft verwandelt sich mit den Entscheidungen kurz vor Jahresende zu einem Flickenteppich. In China tendiert die Notenbank zu weiteren Lockerungen, Großbritannien überrascht mit einer ersten Leitzinsanhebung und die Fed schaltet beim Tapering den Turbo ein, während die Europäische Zentralbank das Auslaufen des Pandemieprogramms PEPP durch eine vorübergehende Aufstockung des zweiten Kaufprogramms namens APP kompensiert.

Während bei Lockerungen im Bedarfsfall also Einigkeit unter weltweiten Zentralbanken zu herrschen scheint, klafft andererseits eine große Lücke bei der Art und Weise, wie sich alle Beteiligten das Ende der expansiven Geldpolitik vorstellen. Für den Aktienmarkt wirkt die damit aufkommende Unsicherheit nicht gerade vertrauensbildend. Sorgte die Fed gestern Abend noch für Klarheit über ihren Kurs, lassen die konträr getroffenen Entscheidungen in London und Frankfurt die Anleger heute etwas verunsichert zurück. Kein Wunder also, dass der Deutsche Aktienindex seine zum Start erzielten Gewinne zu einem Großteil wieder abgeben muss.

Nach der im Gleichklang unter allen Zentralbanken stoisch wiederholten gravierenden Fehleinschätzung die Dauerhaftigkeit des Inflationsdrucks betreffend, zeichnet sich nun allerdings unter dem Strich der Trend sich langsam schließender Geldschleusen ab. Was bleibt, ist die beunruhigende Divergenz in der weltweiten Geldpolitik. Und ganz unabhängig von den heute getroffenen geldpolitischen Entscheidungen besteht das Risiko, dass die neue Virus-Variante Omikron im kommenden Jahr die fundamentalen Rahmenbedingungen so über den Haufen wirft, dass alle Zentralbanken wieder auf einen expansiveren Kurs einschwenken müssen und werden.


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