Alt 03.02.15, 13:25
Standard Marktkommentar von Andreas Paciorek - Dienstag, 03.02.2015 - Update
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DAX setzte Rekordkurs fort / Kompromissbereitschaft aus Griechenland und mögliche Bodenbildung bei Rohöl stützen.

Der DAX erschien zuletzt relativ resistent gegenüber negativen Vorgaben. Weder der harte Konfrontationskurs der Griechen, noch schwächelnde US-Leitindizes nach enttäuschenden Konjunkturdaten konnten den deutschen Leitindex, der nach wie vor euphorisiert ist von der billionenschweren Geldspritze der EZB, stärker drücken. Vielmehr scheinen Investoren Rücksetzer für einen Einstieg genutzt zu haben. Dafür zeigt er sich umso empfänglicher für positive Impulse. Andeutungen einer Bodenbildung im Rohölpreis und sowie die Suche nach einem Kompromiss zur Lösung der Schuldenfrage von Seiten Griechenlands halfen den US-Indizes gestern nach einer anfänglichen Schwäche zu einem moderaten Plus. Dem DAX reichte dies um heute seine Rekordjagd wiederaufzunehmen.

Aus charttechnischer Sicht schaffte es der DAX gerade so den bullischen Fibonacci-Fächer vom 6. Januar zu verteidigen. Die 61,8%-Fächerlinie stellt nun wieder eine potenzielle Unterstützung dar. Mithilfe von Fibonacci-Extensions lassen sich nun die potenziellen Anlaufpunkte in Form der 10.963- und 10.986-Punkte-Marken identifizieren. Darüber könnten 11.100 und 11.255 Zähler auf den Radar kommen.

In einem Interview an die Financial Times hatte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erklärt, seine Regierung werde nicht mehr den Erlass der Auslandsschulden in Höhe von 315 Milliarden Euro fordern. Stattdessen wartete Varoufakis mit dem Vorschlag einer Umschuldung auf, unter anderem durch Staatsanleihen, die an das Wirtschaftswachstum verknüpft werden könnten. Zwar muss sich dieser Vorschlag noch als machbar erweisen – ein Hindernis könnte das Verbot der direkten Staatenfinanzierung durch die EZB sein – aber zumindest scheint nun etwas Kompromissbereitschaft von Seiten Griechenlands durch. So könnte es auch eine Taktik von Varoufakis gewesen sein, der frustrierten Wählerschaft zuliebe zunächst der ungeliebten Troika vor den Kopf zu stoßen um sich anschließend etwas flexibler bei der notwendigen Lösungsfindung zeigen zu können.

Nachdem der Öldienstleister Baker Hughes für die letzte Woche den Stopp von 94 Bohrinseln in den USA bekanntgab, erholt sich der Rohölpreis weiter. Scheinbar scheint auf aktuellem Kursniveau ein Level erreicht worden zu sein, an dem die ersten, teuer fördernden US-Ölproduzenten aufgeben. Das dämpft etwas den Druck auf der Abgabe-Seite. Die Erholungsbewegung von Freitag und Montag alleine stellte die stärkste Rallye in Öl seit 31 Monaten dar.

Den US-Märkten verhalf die Stabilisierung des Rohölpreises zu einer Erholung, wobei sich allerdings wird zeigen müssen, wie nachhaltig dieses ist. US-Konjunkturdaten fielen zuletzt etwas schwächer aus, zudem verhagelt der hohe USD-Kurs einigen US-Unternehmen die Bilanzen, weshalb die Aktienbewertungen etwas unter Druck geraten sind. Im Gegensatz zur EZB steuert die US-Notenbank Fed derzeit noch in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik. Wobei abzuwarten bleibt, ob eine Zinswende in den USA zur Mitte des Jahres tatsächlich erfolgt, blickt man auf den Abwertungswettlauf der Währungen der großen Nationen.

Im Fokus stehen in den USA heute vor allem die US-Auftragseingänge an die Industrie im Dezember, sowie Zahlen zum Autoabsatz in den USA.


Vorbörslich handeln die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 mit leichten Aufschlägen zu den jeweiligen gestrigen Schlusskursen*.


* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden



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