Alt 10.03.23, 16:28
Standard Hohe Volatilität zum Wochenschluss - Inflation, Zinsen und jetzt die Banken waren zu viel
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In den USA wurden im Februar 311.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zwar mehr als erwartet, aber es ist zumindest eine Verlangsamung des Stellenaufbaus gegenüber dem starken Zuwachs im Januar. Positiver sieht auch der leichte Anstieg bei der Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent aus. Dies könnte in Kombination mit dem geringeren Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne durchaus für eine leichte Entspannung am US-Arbeitsmarkt sprechen. Damit könnte auch der Versuch der Fed, die Wirtschaft durch höhere Zinsen zu bremsen, Wirkung zeigen.

Der Arbeitsmarktbericht von heute kann in beide Richtungen interpretiert werden, sodass es weitere Daten benötigt, um die Bedenken der Anleger zu zerstreuen, dass die US-Notenbank wieder ein höheres Tempo bei den Zinserhöhungen an den Tag legen wird.

Dem Deutschen Aktienindex ist es heute nicht mehr gelungen, sich den Entwicklungen in den USA zu entziehen. Vor dem Wochenende hieß es an der Frankfurter Börse, raus aus dem Risiko. Noch allerdings ist der Aufwärtstrend nicht gebrochen, sodass sich die Situation auch schnell wieder ändern kann.

Der Hauptfokus gilt nun dem Bankensektor. Die Zusammenbrüche der Silvergate Bank und des Startup-Finanzierers SVB Financial sind eklatante Beispiele dafür, wie extrem niedrige Zinssätze eine Fehlallokation von Kapital in unrentable Unternehmen und eine Flut von heißem Geld auslösen, das keine sinnvollen Einsatzmöglichkeiten findet. Wenn der Geldhahn dann wieder zugedreht wird, merken die hoffnungslosen Kandidaten, dass sie nie zum Fliegen bestimmt waren und sie gehen unter wie Ikarus im Meer.

Stark steigende Zinsen führen zu einem Austrocknen der überschüssigen Liquidität, weshalb einige Geldhäuser in Schieflage geraten und zu einer Gefahr für das gesamte Bankensystem werden. Bisher scheinen die Großen allerdings nicht betroffen zu sein, jedoch sollte das Risiko nicht unterschätzt werden.


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