Alt 11.10.21, 17:43
Standard DAX stabil, mehr nicht – Energiepreis-Spirale dreht sich immer weiter
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Die gefährliche Spirale aus steigenden Energiepreisen, Inflationserwartungen und Renditen am Anleihemarkt dreht sich unaufhörlich weiter und erstickt jegliche aufkommende Kauflaune am Aktienmarkt im Keim. Auch an der Frankfurter Börse ist aus der Erleichterung über die zunächst erfolgreiche Verteidigung der 200-Tage-Linie im Deutschen Aktienindex bereits wieder Angst vor dem nächsten Test dieser wichtigen Unterstützung geworden.

Die Energiekrise hält die westlichen Volkswirtschaften fest in ihrem Würgegriff. Reihenweise senken die Investmenthäuser ihre Prognosen für das Wachstum in Europa, China und den USA. So steigt mit jedem weiteren Dollar im derzeit hochschnellenden Ölpreis die Wahrscheinlichkeit, dass aus der zunächst nur als vorübergehend angenommenen Inflation der direkte Weg in die Stagflation führt.

Der Preis für die Ölsorte Brent erreicht fast 85 Dollar. Als Öl das letzte Mal so teuer war, hat die US-Notenbank Fed abrupt ihren damals beabsichtigten Kurs zur Straffung der Geldpolitik verlassen und den Märkten erneut geldpolitische Unterstützung zukommen lassen. Auch jetzt wird die Kombination aus steigenden Energiepreisen und einem nach schwachen Arbeitsmarktdaten resultierenden, vielleicht zu späten Kurswechsel in der Geldpolitik zu einem Risiko. Denn ein Aufschub des Taperings bedeutet zwar mehr Liquidität für die Börsen, aber auch für Inflation erzeugende Vorprodukte und Rohstoffpreise. Diesem Teufelskreis ist dann nur noch schwer zu entkommen.

Die Investoren wägen nun ab, wie sie mit den veränderten Rahmenbedingungen umgehen sollen. Der Aktienmarkt muss sich wohl oder übel an ein Umfeld höherer Inflation und höherer Zinsen gewöhnen. Ob das ohne größere Blessuren gelingt, muss man abwarten. Für Zuversicht sorgen die Hoffnung auf Infrastruktur-Investitionen in den USA und die Gespräche im Handelskonflikt mit China.


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