Alt 06.08.21, 19:11
Standard Zurückhaltung vor US-Payrolls - IPOs in Seoul und Jakarta
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Überwiegend wenig verändert haben sich die Börsen in Ostasien und Australien am Freitag gezeigt. Konjunktursorgen überlagerten die starken Vorgaben der Wall Street, wo die Kurse am Donnerstag neue Rekordstände erreicht hatten. Anleger fürchteten, dass eine neue Pandemiewelle die Erholung der Wirtschaft beenden könnte. Im Hintergrund schwelte auch unverändert die Angst vor weiteren regulatorischen Eingriffen Chinas. Dazu steht im späteren Tagesverlauf, wenn die Börsen in der Region längst geschlossen sind, mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht ("Payrolls") für Juli der wichtigste Wirtschaftsindikator der Woche zur Veröffentlichung an. Bis dahin wollten viele Investoren kein Risiko eingehen.

Starke Quartalszahlen stützen Nikkei

Gut ausgefallene Zahlenausweise heimischer Unternehmen stützten derweil den japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-225-Index gewann 0,4 Prozent. Olympus stiegen um rund 2 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr angehoben hatte. Auch Nikon (+8,4%) zeigte sich optimistischer. Gut kamen ferner Zahlen von Suzuki Motor (+3,7%) und Shiseido (+5,9%) an. Auf der anderen Seite wurden jedoch die Zahlen von Nintendo (-7,2%) mit Enttäuschung aufgenommen.

Auf den chinesischen Börsen lastete, dass sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in China immer mehr ausbreitet. Der Schanghai-Composite sank um 0,2 Prozent. In Hongkong tendierte der Hang-Seng-Index im späten Handel gut behauptet.

Sein drittes Rekordhoch in Folge verbuchte der S&P/ASX-200 (+0,4%) in Australien. Finanz- und Technologiewerte trieben den Index nach oben.

Pandemieängste ließen den Kospi in Seoul um 0,2 Prozent nachgeben. Die südkoreanische Regierung hat Kontaktbeschränkungen verlängert. Der Börsengang der Online-Bank Kakaobank (+30%) wurde trotz dieser widrigen Umstände zum Erfolg. Die Aktie der Muttergesellschaft Kakao fiel allerdings um 2,4 Prozent, nachdem der operative Gewinn des Unternehmens enttäuscht hatte.

China Telecom fielen in Hongkong um 0,7 Prozent. Das Staatsunternehmen, das auf einer schwarzen Liste der USA für Investitionen steht und von der New Yorker Börse ausgeschlossen wurde, bereitet seinen Börsengang in Schanghai vor und will dort umgerechnet mehr als 7 Milliarden US-Dollar einsammeln.

Auch in Indonesien machte ein Börsengang Furore. Dort sprangen Bukalapak an ihrem ersten Handelstag um das Tageslimit von 25 Prozent. Das viertgrößte E-Commerce-Unternehmen des Landes habe bei seinem IPO umgerechnet 1,5 Milliarden US-Dollar eingesammelt, berichtete Reuters. Hinter Bukalapak stehen die chinesische Ant Group, eine Alibaba-Tochter, und der Staatsfonds von Singapur GIC. Alibaba lagen in Hongkong 0,6 Prozent im Plus.

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August 06, 2021 03:29 ET (07:29 GMT)

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